Online-Repertorium der mittelalterlichen deutschen Übertragungen lateinischer Hymnen und Sequenzen (Berliner Repertorium)

Das Berliner Repertorium erschließt die mittelhochdeutschen und mittelniederdeutschen Übertragungen lateinischer Hymnen, Sequenzen und Antiphonen. Es stellt neben Beschreibungen der Vorlagen, Übertragungen, Textzeugen und Handschriften auch Literaturverzeichnisse sowie Links zu den einschlägigen Referenzwerken und den betreffenden Digitalisaten zur Verfügung. Das Berliner Repertorium bietet somit einen Service, der von den Literatur- und Sprachwissenschaften, der Kunst-, Musik- und Liturgiegeschichte sowie der Übersetzungswissenschaft und anderen fachwissenschaftlichen Disziplinen frei genutzt werden kann. Das Projekt wird seit 2012 von der DFG gefördert.

 

 

 

 

 


Hinweise (10.08.17):

  • Aufgrund technischer Arbeiten kann es vorübergehend passieren, dass Digitalisate nicht angezeigt werden und/oder die Ladezeit verlängert ist. Digitalisate, die von den Bibliotheken bereitgestellt werden, sind davon nicht betroffen.
  • Die Rubrik "Drucke" ist zur Zeit im Aufbau. Hier kann es noch zu unvollständigen Anzeigen kommen.

 

Hinweise zum Gebrauch der Datenbank:

 

Die Struktur der Datenbank basiert auf einem Dreischritt. Von den lateinischen Vorlagen gelangt man zu den deutschen Übertragungen, von diesen wiederum zu den Textzeugen, in denen sie überliefert sind. Daneben steht das Ordnungsprinzip der Überlieferungsträger, d.h. der Handschriften (und demnächst auch der Frühdrucke), in denen die Textzeugen enthalten sind. Entsprechend sind zwei Zugänge möglich: zum einen über die lateinischen Vorlagen (Reiter Hymnen), zum anderen über die Überlieferungsträger (Reiter Handschriften). Die Navigation wird durch eine „Brotkrumen“-Zeile erleichtert, die sich unterhalb der Menüleiste entfaltet. Künftig wird eine Druckfunktion bereitgestellt, über die pdf-Pakete zu den einzelnen Hymnen, Sequenzen und Antiphonen abgerufen werden können.

 

Über den Reiter Hymnen, der an dieser Stelle alle liturgischen Liedtypen meint, lassen sich die lateinischen Vorlagen aufrufen. Diese sind alphabetisch nach ihren Anfangsversen (Incipits) geordnet. Klickt man auf ein Incipit (z.B. Ave praeclara maris stella), so erhält man neben einer Kurzbeschreibung der Vorlage auch Links zu den einschlägigen Referenzwerken (Analecta hymnica, Chevalier, Cantus-Datenbank) sowie ein Verzeichnis der Forschungsliteratur. Darunter befindet sich eine Liste der Übertragungen, die ebenfalls alphabetisch nach Textanfängen sortiert ist. Klickt man auf ein Incipit (z.B. Ave maria klarer mer stern), so erhält man eine Kurzbeschreibung der Übertragung, ein Verzeichnis der Forschungsliteratur sowie eine Liste mit den Signaturen der Textzeugen, die alphabetisch nach den Aufbewahrungsorten geordnet ist. Klickt man auf eine Signatur (z.B. Berlin, SBB, mgo 212, 249v-251r), so erhält man eine Beschreibung des Textzeugen sowie Links zu den Kurzbeschreibungen der Handschriften und den Digitalisaten. Zu unterscheiden ist zwischen externen Digitalisaten, die von den Bibliotheken online zur Verfügung gestellt werden, und internen Digitalisaten, die lokal in der Datenbank des Repertoriums gespeichert sind und im DFG-Viewer angezeigt werden können. Sind keine Digitalisate verfügbar, wird, soweit vorhanden, auf digitalisierte Mikrofilme zurückgegriffen.

 

Über den Reiter Handschriften gelangt man zu einem alphabetischen Verzeichnis der Repositorien (insbesondere Bibliotheken), in denen die betreffenden Handschriften aufbewahrt werden. Klickt man auf ein Repositorium (z.B. Berlin, Staatsbibliothek – Preußischer Kulturbesitz), so gelangt man zu einer Liste aller erschlossenen Handschriften, die Textzeugen zu mittelalterlichen deutschen Übertragungen lateinischer Hymnen, Sequenzen und Antiphonen enthalten. Klickt man auf eine Handschriftensignatur (z.B. mgo 19), so erhält man eine Beschreibung der betreffenden Handschrift, ein Verzeichnis der Forschungsliteratur sowie Links zu den einschlägigen Referenzwerken (Handschriftencensus, Manuscripta Medievalia) sowie ggf. zum Gesamtdigitalisat der Handschrift. Darunter befindet sich eine Liste der enthaltenen Textzeugen, die somit die Schnittstelle zum ersten Zugangsprinzip (Dreischritt Vorlage, Übertragung, Textzeuge) bietet.

 

Weitere Zugangsmöglichkeiten bieten die Reiter Feste (z.B. Annuntiatio Mariae) und Autoren (z.B. Mönch von Salzburg) sowie demnächst eine allgemeine Suchfunktion.